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Für viele Studierende in Deutschland ist die Krankenversicherung zunächst unkompliziert: Bis zum 25. Geburtstag können sie häufig kostenlos über die Familienversicherung der Eltern abgesichert sein. Danach oder spätestens ab dem 30. Lebensjahr stellt sich jedoch oft die Frage, wie es weitergeht.

Die freiwillige Krankenversicherung ermöglicht es Studierenden, auch nach dem Ende der studentischen Pflichtversicherung weiterhin gesetzlich versichert zu bleiben. Doch welche Voraussetzungen gelten? Wie hoch sind die Beiträge im Jahr 2026? Und lohnt sich die freiwillige Krankenversicherung überhaupt?

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige rund um die freiwillige Krankenversicherung für Studenten und welche Möglichkeiten Ihnen offenstehen.

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Was ist die freiwillige Krankenversicherung für Studenten?

Die freiwillige Krankenversicherung ist eine Form der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die Studierenden offensteht, wenn sie nicht mehr über die Familienversicherung oder die studentische Krankenversicherung abgesichert sind.

Sie gewährleistet weiterhin den umfassenden Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung und verhindert Versicherungslücken.

Wann benötigen Studenten eine freiwillige Krankenversicherung?

Eine freiwillige Versicherung wird häufig notwendig, wenn:

  • die Familienversicherung endet,
  • das 30. Lebensjahr erreicht wird,
  • die studentische Krankenversicherung ausläuft,
  • ein Zweitstudium begonnen wird,
  • die Regelstudienzeit deutlich überschritten wird,
  • kein Anspruch auf eine Pflichtversicherung besteht.

 

Freiwillige Krankenversicherung für Studenten

 

Wer kann sich freiwillig versichern?

Grundsätzlich können sich folgende Personengruppen freiwillig gesetzlich versichern:

Studenten über 30 Jahre

Mit Vollendung des 30. Lebensjahres endet normalerweise die günstige studentische Krankenversicherung.

Langzeitstudierende

Wer seine Regelstudienzeit überschreitet, kann unter Umständen in die freiwillige Versicherung wechseln.

Internationale Studierende

Je nach Herkunftsland und vorherigem Versicherungsschutz kann ebenfalls eine freiwillige Versicherung erforderlich sein.

Studierende ohne Familienversicherung

Wenn die kostenlose Familienversicherung endet, ist häufig ein Wechsel notwendig.

Familienversicherung bis zum 25. Lebensjahr

Viele Studierende sind bis zum 25. Geburtstag beitragsfrei über ihre Eltern versichert.

Voraussetzungen:

✅ Studium oder Ausbildung

✅ Keine hauptberufliche Selbstständigkeit

✅ Einkommen innerhalb der zulässigen Grenzen

Dadurch entstehen keine zusätzlichen Beiträge.

Wie hoch sind die Kosten im Jahr 2026?

Die Höhe der Beiträge hängt von der jeweiligen Krankenkasse und den Zusatzbeiträgen ab.

Übersicht der typischen Beiträge

Versicherungsart Monatliche Kosten (ca.)
Familienversicherung 0 €
Studentische Krankenversicherung ca. 140–150 €
Freiwillige Krankenversicherung ab ca. 230–260 €
Private Krankenversicherung individuell

Die genauen Beiträge können je nach Krankenkasse variieren.

Welche Leistungen bietet die freiwillige Krankenversicherung?

Der Leistungsumfang entspricht grundsätzlich dem der gesetzlichen Krankenversicherung.

Dazu gehören:

  • Hausarzt- und Facharztbesuche
  • Krankenhausbehandlungen
  • Medikamente
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Psychotherapie
  • Rehabilitationsmaßnahmen
  • Impfungen
  • Schwangerschaftsleistungen

Zusätzliche Leistungen unterscheiden sich je nach Krankenkasse.

Studentische Krankenversicherung oder freiwillige Versicherung?

Merkmal Studentische KV Freiwillige KV
Alter bis 30 Jahre ✅ Ja Möglich
Alter über 30 Jahre ❌ Nein ✅ Ja
Umfang der Leistungen Vollständig Vollständig
Beitrag Günstiger Höher
Zusatzleistungen Kassenabhängig Kassenabhängig

Freiwillige GKV oder private Krankenversicherung?

Einige Studierende überlegen, in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Vorteile der PKV

  • Individuelle Tarife
  • Teilweise bessere Leistungen
  • Schnellere Facharzttermine

Nachteile

  • Gesundheitsprüfung
  • Kein einfacher Wechsel zurück in die GKV
  • Höhere Beiträge im Alter möglich

Für die meisten Studierenden bleibt die gesetzliche Krankenversicherung die sicherere Lösung.

Beispiel aus der Praxis

Max ist 31 Jahre alt und schreibt an seiner Masterarbeit. Da seine studentische Krankenversicherung mit dem 30. Geburtstag endet, wechselt er in die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung.

Obwohl die Beiträge höher ausfallen, bleibt er weiterhin umfassend abgesichert und kann alle Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse nutzen.

Wie beantragt man die freiwillige Krankenversicherung?

1. Krankenkasse auswählen

Vergleichen Sie:

  • Zusatzbeiträge
  • Bonusprogramme
  • digitale Services
  • Zusatzleistungen

Beliebte Krankenkassen sind:

  • Techniker Krankenkasse (TK)
  • Barmer
  • AOK
  • DAK-Gesundheit
  • hkk

2. Antrag stellen

Der Antrag kann meist online erfolgen.

Benötigte Unterlagen:

  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Personalausweis
  • bisheriger Versicherungsnachweis
  • gegebenenfalls Einkommensnachweise

3. Mitgliedsbescheinigung erhalten

Die Krankenkasse stellt anschließend die Versicherungsbescheinigung für die Hochschule aus.

Häufige Fragen

Kann ich mit über 30 noch studentisch versichert sein?

Nur in Ausnahmefällen, beispielsweise bei Krankheit oder Kindererziehung, kann die studentische Krankenversicherung verlängert werden.

Ist die freiwillige Krankenversicherung teurer?

Ja. Die Beiträge liegen normalerweise höher als bei der studentischen Krankenversicherung.

Kann ich die Krankenkasse wechseln?

Ja. Ein Wechsel ist grundsätzlich möglich und kann sich aufgrund unterschiedlicher Zusatzbeiträge oder Bonusprogramme lohnen.

Sind internationale Studierende betroffen?

Ja. Je nach Herkunftsland gelten unterschiedliche Regelungen.

Eine Versicherung, die jeder Student in Betracht ziehen sollte

Wer die Altersgrenze der studentischen Krankenversicherung überschreitet oder nicht mehr über die Familienversicherung abgesichert ist, kann sich freiwillig gesetzlich versichern. Trotz höherer Beiträge bietet die freiwillige Krankenversicherung weiterhin den gewohnten Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung und sorgt dafür, dass Studierende auch während eines längeren Studiums umfassend abgesichert bleiben.

Für weitere Informationen über Krankenversicherungen in Deutschland besuchen Sie bitte:

Tipps und Empfehlungen

Prüfen Sie rechtzeitig, wann Ihre studentische Krankenversicherung endet
Viele Studierende beschäftigen sich erst kurz vor dem 30. Geburtstag mit ihrer Krankenversicherung. Informieren Sie sich frühzeitig über die Fristen, damit es nicht zu Versicherungslücken kommt. In bestimmten Ausnahmefällen kann die studentische Versicherung sogar verlängert werden.
Vergleichen Sie die Zusatzbeiträge der Krankenkassen
Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind weitgehend identisch, doch die Zusatzbeiträge und Extras unterscheiden sich. Ein Vergleich von Techniker Krankenkasse, hkk, Barmer, AOK oder DAK kann Ihnen jedes Jahr mehrere Hundert Euro sparen.
Nutzen Sie Zusatzleistungen speziell für Studenten
Viele Krankenkassen übernehmen Reiseimpfungen, Gesundheitskurse, professionelle Zahnreinigungen oder bieten Bonusprogramme an. Gerade Studierende, die ein Auslandssemester planen oder sportlich aktiv sind, können von diesen zusätzlichen Leistungen profitieren.
Beantragen Sie die freiwillige Krankenversicherung frühzeitig
Wenn Ihre Familienversicherung oder die studentische Krankenversicherung endet, sollten Sie sich möglichst früh bei Ihrer Krankenkasse melden. So vermeiden Sie unnötigen Stress und stellen sicher, dass Ihr Versicherungsschutz ohne Unterbrechung bestehen bleibt.
Überlegen Sie gut, bevor Sie in die private Krankenversicherung wechseln
Ein Wechsel in die private Krankenversicherung kann auf den ersten Blick attraktiv erscheinen. Allerdings ist die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung später oft schwierig. Prüfen Sie daher nicht nur die aktuellen Beiträge, sondern auch Ihre langfristigen Pläne und Ihre finanzielle Situation nach dem Studium.